GRUBENLAMPE / GELEUCHT

Ist eine Leuchte, die bei der Arbeit unter Tage eingesetzt wird

 

Kienfackel

Erste Lichtquellen, schon vor über 12.000 Jahren waren Reisig mit Harz getränkt.


Kerze

Seit der Römerzeit  war die Kerze als Beleuchtung bekannnt, hergestellt aus Talg und Bienenwachs, durch Rollen von Hand oder Gießen um einen Docht aus trockenen Tiersehnen, Woll- Flachsfäden.


Froschlampe

Im Mittelalter ging die Entwicklung dann hin zu Lampen, die durch Vorrichtungen (Gehänge) besser für die Verwendung unter Tage geeignet waren. In der Hauptsache waren dies offene bzw. geschlossene Froschlampen aus Ton, Messing oder Eisen. Als Brennstoff dienten weiterhin Talg und Rüböl, Tierfett. Froschlampen gab es in unterschiedlichen Ausführungen, die teilweise eigene Namen erhielten. Grundsätzlich wurde in offene und geschlossene Frösche unterschieden, daneben noch nach der Herkunft Saarländischer Frsoch, Westfälischer Frosch usw.

 

Benzingrubenlampe

Die entscheidenden Verbesserungen gelangen Carl Wolf aus Zwickau. Er ließ 1884 eine Lampe mit Benzinbrand patentieren, die heller brannte und auch nicht rußte. Endlich hatte der Kohlebergmann ein sicheres und ausreichend helles Geleucht zur Verfügung.

Die zweite Neuerung Wolfs war die Innenzündvorrichtung, so dass der Bergmann die Lampe im Falle des Erlöschens vor Ort selbst wieder entzünden konnte, ohne dabei sich und seine Kameraden (Kumpel) zu gefährden. Außerdem entwickelte Wolf den sogenannten Magnetverschluss. Dies war ein federbetätigter Ankerverschluss, der nur mit einem Magneten geöffnet werden konnte, damit der Bergmann unter Tage im Störungsfall die Lampe nicht selbst manipulieren und dadurch eine Explosion herbeiführen konnte.

Mit diesen Innovationen trat die Lampe ihren Siegeszug in den kohlefördernden Ländern der Welt an. 

 

Karbitgrubenlampe

Das Karbidlicht war eine lange Zeit die effektivste Lichtquelle der Bergleute bevor alles elektifiziert wurde. Heute wird Karbid kaum noch verwendet, schon gar nicht mehr unter Tage.  Der Aufwand ist sehr hoch. Alle paar Stunden Wasser nachfüllen, damit das Karbid ( Art von Gestein) gasen kann. Es gibt ein paar nette Freaks noch die Karbid-Kopflampen haben, sogar mit Led kombiniert wenn die Flamme mal aus geht.  Es macht ein super helles und schönes Licht, perfekt für die Fotografie Untertage. Allerdings sorry für die Ausdrucksweise, stinkt die Verbrennung wie sau . 

 

Elektrischegrubenlampe

Seit dem Anfang des 20. Jahrhundert wurden vermehrt elektrische Grubenlampen im Bergbau eingesetzt. Dies waren zunächst batteriebetriebene Handscheinwerfer mit tornisterähnlichen Batteriekästen und separatem Scheinwerferteil. Der hohe Batterieverbrauch, der Gewichtsprobleme bereitete und hohe Kosten verursachte, führte zur Entwicklung wiederaufladbarer Akku's. Diese Blei- und Nickel-Cadmium- (auch: Alkali- oder Nass-)Akkus sind bis heute verbreitet und wurden kontinuierlich verbessert.

Aus den Handscheinwerfern entwickelten sich kompakte Handlampen (genannt „Bombe“ oder „Püttlampe“), die bis in die 1960er Jahre eingesetzt wurden.

Bereits in den 1920er Jahren wurden Kopflampen hergestellt, die jedoch zunächst von Handwerkern verwendet wurden.

Mehr und mehr wurde auch ortsfeste Beleuchtung unter Tage eingesetzt. Diese entspricht im Prinzip einer normalen elektrischen Beleuchtung, allerdings werden alle Teile besonders robust und im Steinkohlenbergbau auch schlagwetter- bzw. explosionsgeschützt ausgeführt. Derartige Leuchten werden nicht als Grubenlampen bezeichnet.

Das elektrische Geleucht ist zwar vollkommen schlagwettersicher, wenn es entsprechend ausgeführt ist, jedoch kann man mit ihm nicht mehr den Methangehalt der Grubenwetter prüfen. Darum wurden bis zur Entwicklung von Gaswarngeräten in den 50er bis 60er Jahren des 20. Jahrhunderts weiterhin Wetterlampen verwendet.

 

Sicherheitsgrubenlampen / Wetterlampen

Neben den Beleuchtungsproblemen barg die offene Flamme auch die Gefahr einer Schlagwetterexplosion also der lebensgefährlichen Explosion brennbarer Grubengase. Die ersten Versuche mit Kanarienvögeln als Gaswarner hatten zwar Erfolg bei der Erkennung von matten Wettern, aber weniger Erfolg bei brennbaren Gasen